Bierherstellung

So läuft das Bierbrauen Schritt für Schritt ab

Hopfenpflanze mit Blättern und Blüten, Kupferstich Illustration in orange

Die Bierherstellung ist ein faszinierender Prozess, der aus mehreren aufeinander aufbauenden Arbeitsschritten besteht. Jeder Schritt nimmt direkten Einfluss auf den Geschmack, die Farbe und die Qualität des Bieres. Deshalb folgen Brauer diesem Ablauf sehr genau und mit viel Sorgfalt. Nachfolgend erfährst du, wie aus Wasser, Malz, Hopfen und Hefe das fertige Bier entsteht.

Bis zum fertigen Bier umfasst die Herstellung insgesamt zehn Schritte.

Mälzen:

Die Basis des Bieres schaffen

Der Brauprozess beginnt mit dem Mälzen von Getreide, meist Gerste. Zunächst wird das Getreide eingeweicht, um es zum Keimen zu bringen. In Keimkästen bildet das Korn wichtige Enzyme, wie Amylasen, die später im Maischprozess die Stärke aufspalten. Sobald die Keimung weit genug fortgeschritten ist, stoppt der Brauer diesen Vorgang durch das Darren – eine schonende Trocknung. So entsteht Malz, das als Hauptzutat für den nächsten Schritt dient.

Schroten

Das Malz vorbereiten

Im zweiten Schritt zerkleinert der Brauer das getrocknete Malz in einer Schrotmühle. Beim sogenannten Schroten wird die Spelze möglichst intakt belassen, während das Innere des Korns zerbröselt. Diese Struktur ist wichtig, damit die späteren Enzyme beim Maischen optimal arbeiten und die Spelzen eine natürliche Filterschicht beim Läutern bilden können.

Maischen

Zucker aus der Stärke gewinnen

Jetzt beginnt der Maischprozess. Der Brauer vermischt das geschrotete Malz mit warmem Wasser – das ist das Einmaischen. In verschiedenen Temperaturstufen (Rasten) lösen die Enzyme die Stärke in Malzzucker auf. Jede Raststufe beeinflusst den Geschmack, die Farbe und den Körper des Bieres. Der Brauer achtet hierbei besonders auf genaue Temperaturführung und Rührzeiten.

LÄutern

Flüssigkeit von Feststoffen trennen

Nach dem Maischen folgt das Läutern. Die Maische gelangt in den Läuterbottich, wo sich die festen Bestandteile (Treber) absetzen. Durch den Treber läuft die Flüssigkeit hindurch und wird dabei natürlich gefiltert. Diese klare Flüssigkeit nennt man Würze. Die Treber nutzt man anschließend oft als Tierfutter oder zum Backen.

Würzekochen

Hopfen hinzufügen

Im nächsten Schritt kocht der Brauer die Würze in der Sudpfanne. Dabei gibt er Hopfen zu, der für Bitterkeit, Aroma und Haltbarkeit sorgt. Das Kochen sterilisiert die Würze, deaktiviert Enzyme und verdampft unerwünschte Stoffe. Je nach Hopfensorte und Kochdauer entsteht das charakteristische Profil des späteren Bieres.

Ausschlagen der Würze

Klärung

Nach dem Kochen fließt die heiße Würze in den Whirlpool, wo sie durch Rotation in Bewegung gerät. Durch die Zentrifugalkraft setzen sich Hopfenreste und Eiweiß in der Mitte des Kessels ab – der sogenannte Heißtrub. Die klare Ausschlagwürze zieht man vorsichtig ab und bereitet sie auf die Gärung vor.

Würzekühlung

Temperatur senken

Bevor die Gärung beginnen kann, muss die Würze auf die passende Anstelltemperatur abkühlen. Dies geschieht in speziellen WärmetauschernUntergärige Biere benötigen etwa 8–10 °C, obergärige Sorten etwa 14–18 °C. Ist die Temperatur zu hoch, sterben Hefezellen ab – daher ist dieser Schritt entscheidend.

Gärung

Hopfenpflanze mit Blättern und Blüten, Kupferstich Illustration in orange

Alkohol entsteht

Nun gibt der Brauer Hefe zur gekühlten Würze. Diese wandelt den enthaltenen Zucker in Alkohol und CO₂ um. Die Art der Hefe – obergärig oder untergärig – entscheidet über den Charakter des Bieres. Dieser Prozess dauert zwischen 4 Tagen (obergärig) und 10 Tagen (untergärig) und verleiht dem Bier sein typisches Aroma.

Lagerung

Reifung des Jungbieres

Nach der Gärung ist das sogenannte Jungbier noch trüb und unausgeglichen. Es wird bei 0 bis 2 °C in Lagertanks mehrere Wochen bis Monate gelagert. Während dieser Reifezeit klärt sich das Bier, überschüssige Hefe setzt sich ab, und der Geschmack wird ausgewogener.

Filtration und Abfüllung

Die Basis des Bieres schaffen

Der Brauprozess beginnt mit dem Mälzen von Getreide, meist Gerste. Zunächst wird das Getreide eingeweicht, um es zum Keimen zu bringen. In Keimkästen bildet das Korn wichtige Enzyme, wie Amylasen, die später im Maischpro-zess die Stärke aufspalten. Sobald die Keimung weit genug fortgeschritten ist, stoppt der Brauer diesen Vorgang durch das Darren – eine schonende Trocknung. So entsteht Malz, das als Hauptzutat für den nächsten Schritt dient.