Steuerungs-umbau Sudhaus

BRAUEREI KNOBLACH, SCHRAMMELSDORF, DEUTSCHLAND

Die Brauerei Knoblach in Schrammelsdorf.
MINGLECONTROL Signet in Orange mit Sternsymbol
Logo der Brauerei Knoblach in Schrammelsdorf.

Über den Kunden:

Die Brauerei Knoblach ist eine traditionsreiche Familienbrauerei mit Geschichte, die aktuell von Braumeister Johannes Knoblach weitergeschrieben wird. Bereits seit 1880 werden in Schammelsdorf im oberfränkischen Landkreis Bamberg Bierspezialitäten gebraut.

Zum Sortiment zählen klassische und saisonale Biere wie Hell, Urlager, Urmärzen, Weihnachtsfestbier, das Festbier Pfingststöffla, Bock sowie Leichtbier – allesamt hergestellt nach altfränkischen Rezepten und nach dem bayerischen Reinheitsgebot. Ein besonderes Angebot ist das Räuschla – ein Märzenbier. Durch seinen süßen und malzigen Geschmack ist es überaus beliebt, lädt zum Weitertrinken ein und ist deshalb in Oberfranken als Narrenbier bekannt.

Die Familie Knoblach legt großen Wert auf Regionalität, um die Vielfalt und die Bamberger Traditionen aufrecht zu erhalten. Gelebt wird die fränkische Kultur deshalb in der zugehörigen Gastwirtschaft, in der es von fränkischen Speisen, über die traditionelle Brotzeit, bis hin zu eigens gebrannten Schnäpsen, an nichts fehlt.

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Das Projekt

Die Sudhausanlage stammte aus dem Jahr 1985 und wurde über Jahrzehnte hinweg rein manuell betrieben. Sämtliche Prozessschritte, vom Anfahren der Anlage über das Öffnen und Schließen von Ventilen bis hin zur Steuerung einzelner Produktionsphasen, erfolgten über klassische Schalter, Taster und Handklappen.

Jeder Sud erforderte somit eine intensive Betreuung durch einen Brauer. Er überwachte die einzelnen Prozessschritte kontinuierlich und stellte den reibungslosen Produktionsverlauf sicher. Eine zentrale, digitale Steuerung existierte nicht. Die Feinjustierung erfolgte ausschließlich durch das manuelle Ablesen analoger Messinstrumente wie beispielsweise Thermometer oder Manometer.

Dieses Vorgehen bewährte sich über viele Jahre hinweg und gewährleistete eine stabile Produktion. Allerdings war es stark vom Know-how einzelner Mitarbeitenden abhängig und für diese mit einem erheblichen zeitlichen Aufwand verbunden.

Parallel dazu wuchs der Druck auf den Betrieb: Der zunehmende Fachkräftemangel erschwerte es immer mehr, qualifizierte Stellen im Brauprozess zu besetzen und das notwendige Expertenwissen dauerhaft im Unternehmen zu sichern.

Mit der Modernisierung des Sudhauses durch MINGLECONTROL erfolgt der Brauprozess heute weitgehend automatisiert. Die Prozessautomatisierung steuert und koordiniert sämtliche Prozessschritte der Anlage eigenständig – von der Temperaturführung bis zur zeitlich exakten Abfolge der einzelnen Verfahrensstufen. Nur an definierten Stellen sind gezielte manuelle Eingriffe vorgesehen.

Gerade bei kleinen und mittleren Anlagen ist eine vollständige Automatisierung nicht immer sinnvoll oder wirtschaftlich darstellbar, insbesondere wenn Umbauzeiten und damit verbundene Produktionsstillstände möglichst kurz gehalten werden sollen.
Der Vorteil bei diesem Vorgehen: Die Automatisierung kann sukzessiv erweitert werden. Zusätzliche Funktionen lassen sich jederzeit nachgelagert integrieren – ohne grundlegende Systemumbrüche. Dadurch wächst MINGLECONTROL flexibel mit den Anforderungen des Betriebs.

Jede Handzugabe des Brauers, etwa bei der Hopfengabe oder beim Einsatz spezieller Malzsorten, bleiben bewusst integrierter Bestandteil des Prozesses, werden jedoch im Chargenprotokoll systemseitig erfasst und dokumentiert. So lässt sich der Brauvorgang flexibel und mit handwerklichen Freiheiten gestalten.

Grünes MINGLECONTROL Stern-Signet als Sticker
Nach dem Umbau: Die vorhandenen Handklappen wurden im Zuge der Automatisierung mit MINGLECONTROL gegen pneumatische Ventile ersetzt.

KONSTANTE QUALITÄT TRIFFT AUF
MAXIMALE ZEITERSPARNIS:

Die standardisierten und digital hinterlegten Abläufe sorgen für eine hohe Prozessstabilität und Reproduzierbarkeit. Dadurch wird eine konstante Produktqualität aller Biersorten gewährleistet und Schwankungen zwischen einzelnen Suden werden deutlich minimiert.

Den größten Mehrwert durch die Automatisierung mit MINGLECONTROL sieht Braumeister Johannes Knoblach in der erheblichen Zeitersparnis, die mit der Automatisierung einhergeht. Während ein Sud kontrolliert und stabil im Hintergrund läuft, können parallel andere produktionsrelevante Aufgaben wie Abfüllung oder Filtration effizient durchgeführt werden. Das schafft Freiräume im Arbeitsalltag und erhöht die Gesamtproduktivität des Betriebs spürbar.

Kommt es zu Abweichungen oder sind manuelle Eingriffe erforderlich, wird er umgehend per Push-Mitteilung auf einem Endgerät seiner Wahl informiert. So behält er jederzeit den Überblick über alle relevanten Prozessparameter und kann bei Bedarf schnell reagieren – ohne permanent physisch an der Anlage anwesend sein zu müssen.

Mit dem integrierten Rezepteditor von MINGLECONTROL kann der Braumeister seine Vielzahl an Biersorten flexibel verwalten, produzieren und bestehende Rezepturen in wenigen Klicks anpassen – so lassen sich unterschiedliche Varianten schnell umsetzen und unterschiedliche Sorten effizient reproduzieren.

Besonderheiten des Projekts

Umbau und Automatisier-ung der Steuerung im Sudhaus

WARBURGER BRAUEREI GMBH,
WARBURG, DEUTSCHLAND

Seit 1980 Sitz der Warburger Brauerei: Die Kuhlemühle in Warburg, in der bis heute gebraut wird.
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Ein frisch gebrautes Warburger Bier – Qualität und Tradition, unterstützt durch die intelligente Prozesssteuerung mit MINGLECONTROL.

Über den Kunden:

Die Warburger Brauerei ist eine mittelständische, ostwestfälische Brauerei mit langer Tradition. Johannes Jodokus Kohlschein gründete sie bereits 1695, woraufhin sie 1721 das Braurecht erhielt. Seit über 300 Jahren befindet sich das Unternehmen in Familienbesitz und hatte seit 1840 seinen Hauptsitz in der Hauptstraße 60 in Warburg. 1983 verlegten Heinrich und Peter Kohlschein den Standort in die Kuhlemühle. Heute führt die zehnte Generation die Brauerei, die als fester Bestandteil zur Stadt gehört.

Neben Bier bietet die Brauerei auch Gin, Eierlikör, Cola-Orangen-Mix sowie Orangen- und Zitronenlimonade an. Dadurch hat sich das Sortiment stark erweitert.

Das Unternehmen setzt bei der Produktion auf Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Ressourceneffizienz und erneuerbare Energien. Es verarbeitet regionale Bio-Gersten-Arten und achtet bewusst auf den Erhalt der Biodiversität. Außerdem erzeugen hauseigene Wasserkraftwerke Strom. Deshalb erhielt die Warburger Brauerei als erste Brauerei Norddeutschlands das Solarbier-Siegel.

Biersorten
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HL Sudhaus
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Das Projekt

Das Sudhaus stammt aus dem Jahr 1970 und der gesamte Brauprozess wurde bis vor Kurzem manuell durch die Bediener über Taster und Anzeigeinstrumente am zentralen Schaltpult gesteuert. Familie Kohlschein entschied sich, den Prozess mit MINGLECONTROL zu modernisieren und zu automatisieren.

In mehreren Bauphasen sollen nach und nach alle Bereiche der Brauerei in MINGLECONTROL integriert werden. Beim Vor-Ort-Termin vereinbarten wir, zunächst das Sudhaus von der Nassschrotung bis zum Ausschlagen der Würze in den Whirlpool zu automatisieren.

Zusätzlich wünschte sich die Brauerei, Messwerte der Abwasseranlage aufzuzeichnen und in MINGLECONTROL darzustellen. Diese Funktion ist entscheidend, da die Brauerei eine eigene Abwasseranlage betreibt. Die Software überwacht künftig kontinuierlich die pH-Werte und Füllstände der Sammelbecken, sodass ein reibungsloser Betrieb gewährleistet bleibt.

Portrait Franz-Axel Kohlschein
Das sagen unsere Kunden

„Mit unserer Entscheidung sind wir sehr zufrieden und konnten mit der ersten Ausbaustufe bisher etwa 50 % der im Sudhaus erforderlichen Arbeitszeit einsparen.“

Franz-Axel Kohlschein

Geschäftsführer der Warburger Brauerei 

Besonderheiten des Projekts

Vollauto-matisierung der CIP-Reinigungs-anlage

Landskron BRAUMANUFAKTUR
Görlitz, Deutschland

Außenansicht der Landskron Brauerei in Görlitz mit Backsteingebäude
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Komplexes Rohr- und Leitungssystem in der Landskron Braumanufaktur

Über den Kunden:

Mit über 150 Jahren Geschichte hat die Landskron Braumanufaktur in Görlitz zwei Weltkriege und 40 Jahre DDR überstanden. Damals lag der Ausstoß bei 27.000 Hektolitern, heute sind es 162.000 hl.

Um diesen Mengen und den aktuellen technischen Anforderungen gerecht zu werden, modernisierte Landskron im November 2022 die in die Jahre gekommene S5-Steuerung der CIP-Anlage. MINGLECONTROL installierte gemeinsam mit einer S7-1500-Steuerung ein neues System. Gleichzeitig rüstete die LP Project GmbH aus Nördlingen die Anlage mit moderner Messtechnik aus und brachte sie dadurch auf den neuesten Stand.

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HL Sudhaus
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Das Projekt

Zusammen mit LP Project und MINGLECONTROL automatisierte Landskron die bestehende CIP-Anlage sowie die angeschlossenen Drucktanks. Dadurch lassen sich Produktionsanlagen, Tanks, Wärmetauscher und Rohrleitungen nun vollautomatisch reinigen. Das steigert die Effizienz, senkt die Betriebskosten und reduziert den Ressourcenverbrauch.

Für die Bedienung installierte das Team im Hauptschaltschrank eine CPU, einen VPN-Router und den MINGLECONTROL-Server. Neben der Remote-Steuerung über mobile Endgeräte ergänzen mehrere fest installierte Touch-Monitore die Anlage. MINGLECONTROL kann sowohl über ein 22″-Display direkt an der CIP-Anlage als auch über ein 12″-Display im Keller bedient werden. Außerdem greifen die Bediener, Braumeister und Elektroniker bequem von ihren PC-Arbeitsplätzen in der Leitwarte auf das System zu.

Besonderheiten des Projekts

Retrofit einer bestehenden Brauanlage sowie Optimierung der Prozess-abläufe

TRADITIONSBRAUEREI SCHLEICHER
ITZGRUND, DEUTSCHLAND

Frisch gezapftes Bier der Traditionsbrauerei Schleicher
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Lorenz (links) und Oskar (rechts) Döllinger, Geschäftsführer der Traditionsbrauerei Schleicher

Über den Kunden:

Die Traditionsbrauerei Schleicher vereint seit sieben Generationen Braukunst mit moderner Technik. Das Sortiment ist umfangreich, vielfältig und einzigartig. Neben zahlreich klassischen Biersorten braut die inhabergeführte Brauerei auch Bio-Demeter-Biere wie Radler, Pilsener und Hefeweizen.

Nach intensiver Forschung entwickelte das Team zudem den ersten und einzigen glutenfreien Malztrunk sowie zwei glutenfreie Biersorten (Radler und Pilsener). Diese vertreibt es unter der Marke „Storch im Glück“.

Zudem legt die Brauerei großen Wert auf Energieoptimierung und -effizienz. Deshalb nutzt sie die Verdampfungswärme aus der Würzekochung, speichert sie und verwendet sie, um den nächsten Sud bereits während des Transports vom Vorlauftank in die Würzepfanne vorzuwärmen.

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Das Projekt

Der Ausfall und die schnelle Modernisierung

Der Super-GAU: Während der Hauptsaison fiel die Prozesssteuerung aus. MINGLECONTROL modernisierte daraufhin das 4-Geräte-Sudhaus inklusive Malztransport, CIP-Anlagen und Gärkeller aus dem Jahr 2006. Nach nur zwei Wochen lief die Produktion wieder an und alle Beteiligten waren happy.

Alle notwendigen Sud-, Reinigungs- und Gärtankrezepte bereitete das Team von MINGLECONTROL exakt nach Kundenanforderungen vor. Vor der Inbetriebnahme testeten wir die Abläufe durch eine Simulation in unserem Büro, um die Implementierungsphase möglichst kurz zu halten und mögliche Probleme bereits im Voraus zu elemenieren.

Grünes MINGLECONTROL Stern-Signet als Sticker

Technische Umsetzung mit Simulation und Integration

Wir bereiteten alle notwendigen Sud-, Reinigungs- und Gärtankrezepte nach den Anforderungen der Brauerei vor. Anschließend testeten wir die Abläufe bei uns intern im Büro in einer realistischen Simulation.

Die vorhandene Hardware integrierten wir in eine neue Siemens S7-1500-Steuerung. Dadurch bleibt die Ersatzteilsicherheit langfristig gewährleistet, und die Anlage profitiert zugleich von aktueller Technik.

Bedienkonzept und Vorteile

Die Bedienung erfolgt im Leitstand über einen stationären PC. Auf ein Touchdisplay am Schaltschrank verzichteten wir bewusst, da die Steuerung auch mit jedem handelsüblichen Smartphone und Tablet möglich ist. Diese Lösung optimierte die Prozesse und ermöglicht den Mitarbeitern, in ruhigeren Bereichen zu arbeiten.

Mit der neuen Automatisierung schloss die Brauerei bestehende Sicherheitslücken und steigerte gleichzeitig die Effizienz.

Besonderheiten des Projekts