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Dekoktionsverfahren

Beim Dekoktionsverfahren wird ein Teil der Maische in einen beheizbaren Bottich gepumpt und aufgekocht. Durch Zurückführen dieser Kochmaische zur Restmaische erhöht sich die Temperatur der Gesamtmaische auf die nächste Raststufe. Essenziell bei diesem Verfahren ist ein gut isolierter Behälter für die Maische, die auf die Kochmaische wartet, um einen zu schnellen Temperaturverlust zu vermeiden und die Rastzeiten bei vorgegebener Temperatur einhalten zu können. Das Erhitzen der Maische findet nämlich lediglich durch die Zugabe der Kochmaische statt.

 

Je nachdem, wie häufig eine Kochmaische abgelassen, erwärmt und zurückgepumpt wird, spricht man vom Ein-, Zwei- oder Dreimaischverfahren. Durch das Aufkochen der Teilmaische kann die Stärke besonders gut abgebaut werden, es entsteht ein kernigerer Geschmack und die Sudhausausbeute fällt meist höher aus als beim Infusionsverfahren. Allerdings werden zwei Behälter sowie 10-20 % mehr Energie benötigt, wichtige Stoffe können durch das Kochen verloren gehen und der Maischvorgang dauert insgesamt länger. Daher gewinnt das einfachere Infusionsverfahren immer mehr an Bedeutung.