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CIP-Anlagen/CIP-Verfahren

„CIP“ (Cleaning in Place) bezeichnet die „vor-Ort-Reinigung“ bzw. ortsgebundene Reinigung von geschlossenen Systemen wie beispielsweise verfahrenstechnische Anlagen, Produktionsanlagen und Rohrleitungen, ohne diese zerlegen zu müssen. Das Reinigungsverfahren kommt vor allem in Branchen mit hohen Hygieneanforderungen wie der Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie zum Einsatz, um die optimalen Produktionsbedingungen nach einem Produktionslauf wieder herzustellen.

 

Die Tanks, Maschinen, Kessel, Gefäße, Rohrleitungen etc. werden je nach Anforderung mit Reinigungsmitteln, Laugen, Säure, Hitze und Wasser gereinigt und anschließend desinfiziert. Ist eine zusätzliche Sterilisierung der Anlage notwendig, kommt das SIP-Verfahren zum Einsatz.

 

Das CIP-Verfahren ist meist ein voll automatisierter Prozess, mit dem eine gleichbleibend hohe, reproduzierbare Reinigungsqualität mit minimalem Zeit- und Ressourceneinsatz erreicht werden kann. Je nach Anlagen können die Reinigungsmittel im Kreislauf gepumpt und somit wiederverwendet werden, wodurch der Verbrauch minimiert und die Umwelt geschont wird. Weitere Vorteile gegenüber einer manuellen oder individuell gesteuerten Reinigung sind die Reduktion der Reinigungszeit, der Energie- und Reinigungskosten sowie die Protokollierung und Messbarkeit.

 

Das CIP-Verfahren besteht klassischerweise aus 7 Schritten, die je nach Einsatzgebiet aber auch variieren können:

  1. Vorspülen zur Entfernung von Rückständen und Verschmutzungen
  2. Reinigung mit Lauge (Reinigungsmittel)
  3. Ausspülen des Reinigungsmittels mit Wasser
  4. Reinigung mit Säure zur Entfernung von Kalkablagerungen und Laugenstein
  5. Ausspülen der Säure mit Wasser
  6. Desinfizieren durch den Einsatz von Desinfektionsmittel, um Mikroorganismen abzutöten
  7. Ausspülen des Desinfektionsmittels mit Wasser